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05/16/2019
Landau brummt NICHT! OB Hirsch versucht weiterhin, Wachstum herbeizureden

HINWEIS: Die Überschrift unseres heutigen Betrags bezieht sich auf den Bericht "Landau brummt" in der Rheinpfalz vom 14.05.2019. Wieder einmal darf OB Hirsch unwidersprochen Fake-News verbreiten. Schade eigentlich.

Anfang 2019 wurde vom Statistischen Landesamt die lang erwartete neue Bevölkerungsprognose für die Stadt Landau veröffentlicht. Da diese neuen, neutral ermittelten Zahlen von der Stadtverwaltung ignoriert wurden, dürfte es niemanden überraschen, dass sich hier ein völlig anderes Ergebnis zeigt als bei der Wohnraumstudie, die die Stadtverwaltung beim Wohnungsbauindustrie-nahestehenden Bochumer Institut InWIS beauftragt hatte. Doch genau auf Basis der InWIS-"Prognose" wurde der zukünftige Wohnraumbedarf für Landau herbeigewünscht und die Planungen für den riesigen neue Stadtteil in Landau Südwest (besser bekannt als Landau XXL) begonnen. Unser bisheriger Stadtrat hat mehrheitlich folgsam zugeschaut und zu selten kritisch hinterfragt.

Während InWIS der Stadt auf lange Sicht ungebremst starke Zuwächse in Aussicht stellte, prognostiziert das Statistische Landesamt nur noch einen sehr moderaten Einwohnerzugewinn von 0,38% zwischen 2020 und 2025 (mittlere Variante). Bereits zwischen 2025 und 2030 sinken laut dieser Prognose die Einwohnerzahlen und liegen im Jahr 2030 schon wieder geringfügig unter der Zahl von 2025 – ein Trend, der sich in den Folgejahren verstärkt. Mehr als den dreieinhalbfachen Zugewinn dagegen prognostizierte InWIS der Stadt mit einem erwarteten Einwohnerzuwachs von 1,57 % für die Zeit zwischen 2020 und 2025 (Trendvariante). Selbst für 2025–2030 ermittelte InWIS einen fast unverminderten Anstieg um 1,41 %, während das Statistische Landesamt hier bereits den Zenit überschritten und den Abwärtstrends eingeleitet sieht. Verglichen mit dem Einwohnerstand vom 31.12.2017 erwarten die Experten des Statistischen Landesamtes bis zum Jahr 2040 für Landau einen Gesamtzuwachs von 0 %. Zum Vergleich: Für Offenbach liegt die Prognose für den gleichen Zeitraum bei über 8 %, für Schifferstadt sogar bei über 10 %. Auch die von InWIS in Aussicht gestellte enorme Wachstumsquote von 40 % in der wertvollen Altersgruppe der 30-39-Jährigen bis zum Jahr 2030 wird vom Statistischen Landesamt nirgendwo bestätigt. Allerdings wurde für Landau eine weit überdurchschnittliche Zunahme der älteren Bevölkerung ermittelt, was dem gerne bemühten „Schwarmstadt“-Status diametral entgegensteht.

Vergleicht man die Fortschreibungszahlen der Hauptwohnsitze der vergangenen Jahre, so ist deutlich erkennbar, dass die Zuwachszahlen von Jahr zu Jahr konstant abnehmen. Inzwischen liegt die Einwohnerzahl im ersten Quartal dieses Jahres bereits um 0,3 % niedriger als Ende 2018.

Waren es 2014 noch der exorbitante Bauboom auf dem ehemaligen LGS-Gelände und 2015/16 die hohen Flüchtlingszahlen, die die Zuwachszahlen stark nach oben trieben, so wächst Landau inzwischen nur noch etwa parallel zur Universität mit ihren zusätzlichen Studenten jedes Jahr (was man auch daran erkennt, dass die Zahl der Hauptwohnsitze zum Wintersemester regelmäßig ihren Jahreshöchststand erreicht). Die abflachende Kurve entspricht der Prognose des Statistischen Landesamtes und widerlegt sehr deutlich die von InWIS angenommene fast konstante Steigerung der Zuwachszahlen. Wer also weiterhin behauptet, immer mehr Menschen zögen nach Landau, so wie es von der Stadtführung gerne propagiert wird, verkennt hier ganz klar, dass es in der Tat immer weniger Menschen sind, die es nach Landau zieht.

Brauchen wir also tatsächlich einen neuen Stadtteil für die bald schrumpfende Zahl der Einwohner? Benötigen wir ganz viel neuen Wohnraum am äußeren Stadtrand für die steigende Zahl der Senioren? Ist ein großräumiges Neubaugebiet erforderlich für Studenten, womöglich ein Meer von Einfamilienhäusern? Oder soll mit der Ausweisung eines gigantischen neuen Stadtteils möglicherweise der LGS-Bauboom-Effekt von 2014 wiederholt werden, um „Zuwanderung zu generieren“, so wie es die InWIS-Studie der Stadtführung empfiehlt?

Wo ist der Stadtrat, der die kritischen Fragen stellt und die Fehlplanung der aktuellen Stadtspitze endlich entlarvt und nachhaltig verhindert?

Das geplante Baugebiet heute:

Nach den Plänen der Stadtverwaltung soll hier ein Baugebiet für bis zu 1250 Wohneinheiten entstehen...

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