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05/26/2016
Die InWIS Studie ist höchst fragwürdig

Der Wohnraumbedarf, auf dem das Landauer Bauprojekt basiert, vertraut einzig und allein den Zahlen der "Wohnraumversorgungskonzept" genannten InWIS-Studie, die jedoch keinen wissenschaftlichen Ansprüchen genügt. Wie seriös ist ein in Auftrag gegebenes Gutachten, das (u.a. anhand der Klicks beim Immobilienscout) einen Wohnungsbedarf ermittelt, der den des Statistischen Landesamtes um das Fünffache übersteigt?

Wir erinnern uns, dass sich die Stadtspitze vor nicht langer Zeit noch um Leerstände sorgte! Wie unabhängig kann ein Institut sein, das ausweislich seiner Homepage ausgerechnet von Immobilien-, und Wohnungsbaugesellschaften sowie von Kreditinstituten gefördert wird?

Welche Zielsetzung liegt zugrunde, wenn bei der Leistungsbeschreibung Begriffe wie vermarkten, Marktanalyse, Vertriebschancen, Kalkulation, und Anlagevermögen fallen? Klingt das tatsächlich bedarfsorientiert? Allem Anschein nach liegt hier der Fokus auf Gewinnmaximierung, und es geht weniger um Bedarf als um Profit.

Muss man sich da wundern, wenn für 2344 Neubürger ein Bedarf von 2446 Wohnungen „errechnet“ wird? Wenn 5,2% plötzlich zu 9,5% werden? Wenn man bei den 30–39jährigen gar einem Zuwachs von 40% erwartet?

Erstaunlich ist, dass laut InWIS die einzig stabile Bevölkerungsprognose deren demografisch rückläufige Entwicklung ist und alle Wanderungsprognosen kaum vorhersagbar sind Dennoch beruhen anschließend sämtliche prognostizierte Zuwachszahlen auf ebendiesen rein spekulativen Zuwanderungsannahmen.

Rätselhaft bleibt, warum ein zusätzliches Gutachten aus dem Ruhrgebiet überhaupt erforderlich war. Traute unsere Stadtspitze den Zahlen des Landesamtes nicht, oder passten die Zahlen einfach nicht zu den politischen Zielen? Waren die prognostizierten signifikanten Einwohnerverluste ab 2030 den Verantwortlichen möglicherweise ein Dorn im Auge?

Die InWIS-Studie endet mit dem Jahr 2030 – Landaus Zukunft auch? Selbst aus den Tabellen der InWIS- Studie lassen sich längerfristig dramatische Einwohnerverluste ablesen, doch wenn in der Studie von längerfristig die Rede ist, spricht man vom Jahr 2020(!). Bis zum Jahr 2060 prognostiziert das Statistische Landesamt für Landau einen Bevölkerungsrückgang von weit über zehn Prozent – in den Landkreisen fast doppelt so viel. Nur zum Vergleich: Dies entspricht Einwohnerzahlen der 50er und frühen 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

Kann man angesichts solcher Aussichten bei der geplanten Vernichtung von bis zu 100 ha Grünfläche noch von nachhaltiger, verantwortungsvoller Planung sprechen? In wenigen Jahrzehnten darf sich eine viel, viel kleinere Zahl von Landauern über viel, viel überflüssigen Wohnraum freuen und kann sich auf alten Bildern anschauen, wie schön die Stadt und der Stadtrand einst waren.

Das geplante Baugebiet heute:

Nach den Plänen der Stadtverwaltung soll hier ein Baugebiet für bis zu 1250 Wohneinheiten entstehen...

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