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Information
04/28/2016
Die Stadtdörfer werden wie Regionen 2. Klasse behandelt

Die Stadtdörfer brauchen aber dringend Zuzug durch junge Menschen, deren familiäre Wurzeln nicht in den Stadtdörfern verankert sind. Ein umfassendes Neubaugebiet am Rande der Kernstadt wäre eine massive Konkurrenz für die anliegenden Stadtdörfer und könnte solche jungen Familien, die sich ein Leben in einem Stadtdorf gut vorstellen können, davon abhalten, dieses Schritt zu gehen.

Erst auf Druck des Stadtrates hat die Stadtspitze eine konkrete Maßnahme zugunsten der Stadtdörfer in Betracht gezogen. Warum nur?

Es sollen nun bis zu 500 Wohneinheiten in den acht Stadtdörfern geschaffen werden. Laut Bauamtsleiter Christoph Kamplade entspricht dies dem aktuellen Größenverhältnis zwischen Kernstadt und Stadtdörfern beim von der Stadt prophezeiten Zuwachs an Neubürgern. Warum soll dieses Größenverhältnis zementiert werden? Statt den Stadtdörfern mehr Raum für Zuwachs und Innovation zu ermöglichen, tritt die Kernstadt in unmittelbare Konkurrenz und schafft einen inneren Wettbewerb zu Lasten der Dörfer Wollmesheim und Arzheim. Diese sehen sich gleich zweifach bestraft: Erst werden ihnen die Weinberge weggenommen, und dann wird ihnen noch ein Neubaugebiet vor die Tür gesetzt.

Vielleicht muss man in einem (Stadt)Dorf aufgewachsen sein, um zu verstehen, warum Dörfer so wertvoll sind?

Der Kindergarten war ohne gefährlichen Straßenverkehr zu erreichen. Die Eltern mussten kein Auto bemühen. Auf dem Hinweg gab es die ersten Abenteuer am Bach. Solche Erfahrungen wurden gleich mit anderen Kinder geteilt. Die Grundschule war und ist im Ort oder Nachbardorf. Das sparte für alle Wegezeiten brachte aber dafür beste Kontakte. Wir Kinder fühlten uns super aufgehoben und wohl. Nach den Hausaufgaben ging es raus ins Feld oder Wäldchen oder zum Bolzen. Das geht heute übrigens immer noch in den Dörfern. Und das wollen wir alle weiter beibehalten.

Ebenso die Infrastruktur, ein vielfältiges Dorfleben und, wenn es geht, auch einen Laden. Es war damals normal, als Kleinkind auf dem wackeligen Rad zum Bäcker zu strampeln, um ein Päckchen Hefe zu holen. Auch das wollen wir für die Zukunft sichern.

Wir waren schon von Kindesbeinen an integriert. So wurde uns ein wertvoller Grundsteine gelegt: Der Zusammenhalt und das Sozialgefüge im Dorf wuchs einfach mit einem selbst mit und auf.

Später, nach Ausbildung und Familiengründung stellten wir fest, dass die Stadt mit Neubauflächen für die Dörfer sehr zurückhaltend war. Schade, denn gerne hätten wir als Eltern das tolle Nachbarschaftsgefühl und die Sicherheit in einem Dorf den eigenen Kindern weitergegeben. Oder wären näher bei den vielleicht hilfsbedürftigen Eltern. Zufällig zeitgleich gab es ein Überangebot in der nahen Stadt, dass ähnlich wie Schwarmstädte (oder wie Landau heute) das Ausbluten des Umlandes ignorierte....

Das geplante Baugebiet heute:

Nach den Plänen der Stadtverwaltung soll hier ein Baugebiet für bis zu 1250 Wohneinheiten entstehen...

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